Schritte zählen, während die Hände auf dem Tisch liegen.
Die Schrittzählung der Uhr sucht den Armschwung. Am Stehschreibtisch gibt es keinen — und damit auch keine Schritte. Padometer sucht stattdessen das winzige, sehr regelmäßige Kippen und Drehen, das ein aufliegendes Handgelenk noch mitmacht. Vollständig auf der Uhr, ohne Konto und ohne Server.
Gratis im App Store Für die Apple Watch, kostenlos und ohne Konto. Läuft eigenständig auf der Uhr — das iPhone kann auf dem Schreibtisch liegen bleiben.
Warum noch ein Schrittzähler
Ein Laufband unter dem Schreibtisch funktioniert nur, wenn man dabei arbeitet — die Hand liegt auf der Tastatur oder auf der Maus, der Arm steht praktisch still. Genau daran hängt aber die Schrittzählung der Uhr: sie erkennt den Armschwung. Nach einer Stunde Gehen stehen ein paar Dutzend Schritte in der Health-App, die Ringe sehen aus wie vorher, und die Bewegung, die tatsächlich stattgefunden hat, taucht nirgends auf.
Der Tisch blockiert die Auf-und-ab-Bewegung des Körpers fast vollständig. Was er nicht blockiert: Der Arm kippt und dreht mit jedem Schritt um seinen Auflagepunkt — ein paar Zehntel Grad, kaum über dem Sensorrauschen, aber sehr regelmäßig. Und Regelmäßigkeit lässt sich messen, auch dort, wo der Ausschlag längst nichts mehr hergibt.
Was die App macht
Drei Kanäle statt einem
Auf/Ab aus der Beschleunigung, Drehen und Kippen aus dem Gyroskop. Welcher Kanal den Gang trägt, hängt davon ab, wie der Arm gerade liegt — die App nimmt den klarsten und wechselt mitten in der Einheit, wenn sich die Haltung ändert.
Periodizität statt Ausschlag
Eine Autokorrelation über acht Sekunden fragt nicht „war das laut genug“, sondern „war das regelmäßig“. Gehen ist erstaunlich sinusförmig, Tippen und Mausbewegungen sind es nicht — und werden deshalb aussortiert, obwohl sie deutlich lauter sind als der Gang.
Kein verlorener Anfang
Bis feststeht, dass da wirklich jemand geht, vergehen ein paar Sekunden. Die Schritte aus dieser Zeit werden geparkt und nachträglich gutgeschrieben, statt am Anfang jeder Gehstrecke zu verschwinden.
Das Signal ist sichtbar
Die Signalseite zeigt für jeden Kanal das Vertrauen, den Abstand zum Rauschen und die Schwelle als Marke auf dem Balken. Passt es nicht zu deinem Tisch, schaltest du die Empfindlichkeit um — im Laufen, ohne die Einheit zu beenden.
Eine richtige Trainingseinheit
Padometer läuft als Workout: Es zählt weiter, wenn der Bildschirm dunkel wird und du in einer anderen App bist. Schritte und Distanz schreibt die App, Puls und Aktivkalorien misst die Uhr selbst. Am Ende steht die Einheit in Health.
Tagesziel ohne Doppelzählung
„Heute“ ist das, was Health schon kennt, plus das, was diese Einheit gezählt und noch nicht geschrieben hat. Der Balken reicht bis zum nächsten vollen Zehntausend und trägt dein Ziel als Marke.
So läuft es
- Starten. Uhr am Handgelenk, Hand auf den Tisch, Start drücken.
- Loslaufen. Nach ein paar Sekunden steht fest, welcher Kanal den Gang trägt — der Anfang wird nachgetragen.
- Nachsehen, falls nötig. Zählt die App zu wenig, eine Stufe empfindlicher; zählt sie beim Tippen mit, eine Stufe strenger.
- Beenden. Der Beleg zeigt Schritte, Dauer, Distanz, Kadenz und Kalorien; die Einheit landet in Health.
Kennwerte
- Kanäle
- 3 — Auf/Ab, Drehen, Kippen
- Abtastung
- 25 Hz, Tiefpass bei 5 Hz
- Analysefenster
- 8 Sekunden Autokorrelation
- Erkannter Bereich
- 54 – 204 Schritte/min
- Empfindlichkeit
- Streng · Mittel · Empfindlich
- Schreibt in Health
- Schritte, Distanz, Workout
- Voraussetzung
- Apple Watch, watchOS 26
Für wen
Für alle, die am Schreibtisch gehen: Laufband oder Walking Pad unter dem höhenverstellbaren Tisch, Telefonate und Videocalls im Gehen, die halbe Stunde Mailbearbeitung, die sonst im Sitzen stattfindet. Und für alle, die es leid sind, dass eine Stunde Bewegung in der Health-App aussieht wie eine Stunde Sitzen.
Was die App nicht kann
- Sie ist ein Detektor, kein geeichter Schrittzähler. Die Zahl ist eine gute Schätzung, keine Messung auf den Schritt genau.
- Die Distanz ist Schritte mal deiner Schrittlänge aus den Einstellungen — das Laufband misst genauer.
- Eine wackelige Tischplatte überträgt auch die Vibration des Laufbands selbst; dafür gibt es die strenge Stufe. Eine sehr steife Platte lässt kaum etwas durch; dafür die empfindliche.
- Stehenbleiben zählt nicht mit. Das ist Absicht: die Ø-Kadenz sagt dann, wie viel der Einheit du wirklich gegangen bist.
- Beim freien Gehen mit schwingenden Armen ist die Uhr selbst besser. Padometer ist für den Fall gebaut, in dem sie es nicht ist.
Privatsphäre ist kein Zusatz
- Kein Konto, keine Registrierung, kein Login.
- Keine Analyse, kein Tracking, keine Werbung, keine Fremd-SDKs.
- Die App ruft von sich aus keine Internetadresse auf.
- Die Sensordaten werden laufend im Arbeitsspeicher ausgewertet und nicht gespeichert — weder auf der Uhr noch sonst wo.
- Was in Health landet, gehört dir. Niemand, auch nicht der Entwickler, sieht es.